Jagd

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Dermoplastik, um 1940; Großer Panda; Ailuropoda melanoleuca (David, 1869); Präparation Rowland Ward
Foto: Hwa Ja Götz, Musem für Naturkunde Berlin

Objekt der Begierde

Klein Jagd.jpg

In welchen Umfang der Panda früher in China bejagt wurde, ist nur schwer nachvollziehbar. Klar ist, Panda-Felle galten als wertvolle Geschenke und Felle sollten Kälte, Nässe, Seuchen und Untugend abhalten. Panda-Öl sollte Hautkrebs heilen und Magenverstimmungen mit Panda-Urin kuriert werden. Als jedoch mit Anfang des 20. Jahrhunderts das Interesse der westlichen Welt an den exotischen Tieren zunahm, wurden mehr und mehr Tiere erlegt, um die Nachfrage zu bedienen. 1939 zog die chinesische Regierung die Notbremse und stellte das Tier unter Schutz. Damit war Schluss mit der Panda-Jagd. Zumindest offiziell.

Als Anfang der 1980er bekannt wurde, dass der Panda-Bestand auf weniger als 1000 Tiere gesunken war, verschärfte China die Gesetze. Das illegale Erlegen und Schmuggeln der Tiere wird seither mit einer Mindesthaftstrafe von 10 Jahren geahndet. Bis Mitte der 1990er wurden Wilderer vereinzelt sogar noch zum Tode verurteilt und hingerichtet. Trotz der hohen Strafen gibt es noch immer Wilderer, die einzelne Exemplare schießen. Panda-Felle erzielen beim erfolgreichen Verkauf im chinesischen Ausland viel Geld. Die chinesische Polizei stellte vor drei Jahren einen Schmuggler in der Stadt Tiantai – das gewilderte Panda-Fell hätte ihm beim erfolgreichen Verkauf 65.000 US-Dollar in die Taschen gespielt.

Ungewollter Beifang

Heute stellt weniger die direkte Wilderei, als die Jagd auf andere Tiere eine Gefahr für Pandas dar: Oft verfangen sich die Bären in Schlingen, die für Hirsche, Moschustiere oder ähnliches gelegt wurden. Einmal gefangen, verenden sie dort häufig weil die Jäger die Schlingen nur selten kontrollieren oder die Pandas aus Angst vor Strafen liegen lassen.

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