Sammlerbiographien

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Arbeitsunterstützung der Sammlungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter hinsichtlich Recherchen zu Sammlern. Informationen über Personendaten, Reiserouten, Sammelgebiete, Referenzen, Quellen, weiterführende Informationen im www. Vernetzung mit der Historischen Arbeitsstelle. Das Wissen der Vielen zusammenführen, ergänzen und teilen.
Sammler des Tages
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Grauer, Rudolf

  • 1904/05 Jagdreise nach Uganda. Er bestieg in dieser Zeit als erster den Ruwenzori (4800 m) und sammelte zoologische Objekte.
  • 1907 Reise nach Tanganjika. Im Vulkangebiet nördlich des Kiwu-Sees traf er auf die Expedition von Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg. Im Auftrag des Herzogs brachte er für das zoologische Museum in Berlin sowie für das Rothschild-Museum in Tring (England) eine reiche zoologische Ausbeute zustande und kehrte im Winter 1908/1909 über die afrikanische Westküste nach Europa zurück.
  • Rudolf Grauer bereiste von Dezember 1909 bis April 1911 Zentral-Afrika im Auftrag des k. k. naturhistorischen Hofmuseums. Ziel dieser Expedition war es die Säugetiersammlung des Museums substanziell zu erweitern. Die Reise führte ihn nach Tanganjika, Urundi und Kiwu. Von Bukoba (Deutsch-Ostafrika) brach er auf zum Randgebirge NW des Tanganjikasees, dann weiter zum östlichen Teil Belgisch-Kongo und nach Entebbe (Britisch-Ostafrika). Außerdem führte ihn seine Reise vom Victoria-See an den Tanganyika-See, den ostafrikanischen Grabenbruch entlang nach Norden bis Beni und von dort in den Osten des zentralafrikanischen Urwaldes. Grauer war als erster Europäer 1910 bei den Pygmäen der Mambutti im zentralafrikanischen Urwald. Ein besonderes Augenmerk galt der Beschaffung eines Okapis und eines Berggorillas. Die Anzahl der gesammelten Objekte war beträchtlich: 393 Exemplare von diversen Mammalia (3 Okapis, 4 Berggorillas), 6340 Vogelbälge, über 20.000 Insekten und weitere Vertreter anderer Gruppen (Reptilien, Amphibien, Fische und Invertebraten) (von Liburnau, 1917). [1]
  • Insgesamt 4 große Expeditionen zwischen 1904 und 1911 in den östlichen Kongo und den zentralafrikanischen Graben [4]

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