Sammlerbiographien

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Sammler des Tages
Sammler ZM B IX 1271 Ehrenberg-1.jpg

Ehrenberg, Christian Gottfried

Alexander von Humboldt empfahl ihm eine Reise in den Nahen Osten zu Unternehmen [12]

Ehrenberg unternahm gemeinsam mit Friedrich Wilhelm Hemprich eine bedeutende Forschungsreise in den Nahen Osten und Nordafrika in den Jahren von 1820 bis 1825.

Zeichnung von Ehrenberg

Die Anreise erfolgte über Triest nach Alexandria im August/September des Jahres 1820. Im Anschluss wurde eine Probeexkursion nach Abu Qir durchgeführt. Im Herbst des gleichen Jahres unternahmen Hemprich und Ehrenberg eine erste Expedition nach Libyen. Von Alexandria aus ging es in die libysche Wüste (Ausdehnung vom westlichen Ägypten in das östliche Libyen und den nördlichen Sudan). Die Rückkehr erfolgte über Siwa nach Alexandrien. Von Februar bis März 1821 unternahmen Hemprich und Ehrenberg eine Expedition ins Fayum südlich von Kairo. Nach der Forschungsreise kehrten sie dorthin zurück. Von Oktober 1821 bis Februar 1823 bereisten sie von Assuan aus Nubien. Im Februar 1822 erreichten sie Alt-Dongola in Nubien (Sudan). Um die Nubien-Reise zu verlängern, musste Hemprich nach Kairo zurück. Ehrenberg verblieb in Dongola, kam aber im Februar 1823 nach Kairo zurück. Anschließend erfolgte eine Expedition ins Nildelta (Februar-April 1823).

Im Mai 1823 begaben sich die beiden Forscher auf eine Expedition ins Sinaigebirge und an den Golf von Akaba. Hemprich kehrte im Oktober 1823 nach Alexandria zurück und Ehrenberg im Februar 1824. Von Mai bis August 1824 startete eine Forschungsreise in den Libanon. Die Reise führte von Beirut über die Gebirge des Libanons nach Tripolis und wieder zurück nach Beirut.

  • Reiseroute Libanon:
  • 18 Mai 1824: Ankunft in Beirut (aus Alexandria, Ägypten, welches sie am 5. Mai 1824 verlassen hatten)
  • 19–28 Mai: Beirut
  • 28–31 Mai: Hemprich reist nach Zouq Mkayel, Aïntoûra, und Harîssa; Ehrenberg bleibt in Beirut
  • 31 Mai–9 Juni: Beirut
  • 9–26 Juni: Harîssa, mit Exkursionen nach Al Manţarah und Aïn Jraïn
  • 26 Juni: Reise von Harîssa über Jisr el Hajar nach Jabal Şannīn
  • 27 Juni: Jabal Şannīn
  • 28 Juni: Reise von Jabal Şannīn nach Zahlé
  • 29 Juni: Zahlé
  • 30 Juni–1 Juli: Reise von Zahl über Ablaj und Nahrou nach Baalbek
  • 2 Juli: Baalbek
  • 3 Juli: Reise von Baalbek über Dahr el Hoûoui nach Aïnâta
  • 4 Juli: Aïnâta
  • 5 Juli: Reise von Aïnâta über Cedar forest nach Bcharré
  • 6–12 Juli: Bcharré
  • 13–16 Juli: Hemprich reist über Ihdin nach Tripoli und zurück nach Bcharré; Ehrenberg bleibt in Bcharré
  • 17–24 Juli: Bcharré
  • 24 Juli: Reise von Bcharré nach Hadet ej Jobb
  • 25–26 Juli: Hadet ej Jobb
  • 27 Juli: Reise von Hadet ej Jobb nach Batroûn
  • 28 Juli: Reise von Batroûn nach Amchît
  • 29 Juli: Ehrenberg reist nach Hâqel; Hemprich bleibt in Amchît
  • 30 Juli: Reise von Amchît über Tabarja nach Zouq Mkayel
  • 31 Juli: Hemprich reist nach Harîssa; Ehrenberg bleibt in Zouq Mkayel
  • 1 August: Zouq Mkayel
  • 2 August: Reise von Zouq Mkayel nach Beirut
  • 3–5 August: Beirut
  • 6 August: Abreise von Beirut (nach Dumyat, Ägypten, wo sie am 11. August ankamen) [13]

Von November 1824 bis Juni 1825 unternahmen Ehrenberg und Hemprich eine letzte Expedition ans Rote Meer. Die Reise führte sie über Suez nach Djedda am Roten Meer. Von Djedda aus erfolgte ein kurzer Trip nach Mekka. Im März 1825 entdeckten sie die Insel Farasan. Von Gizan aus führten sie eine Exkursion nach al-Luhayya durch. Im April 1825 erreichten sie die Insel Kamaran. Anschließend fuhren sie über das Rote Meer von der arabischen zur afrikanischen Küste. Am 24.4.1825 kamen sie in Massaua, dem Hafen Abyssiniens an. Hemprich erforschte das Gedamgebirge im Landesinneren von Abyssinien. Ehrenberg blieb in Massaua. Am 30. Juni 1825 starb Hemprich an den Folgen eines 40-tägigen Fiebers. Ehrenberg kehrte im Januar 1826 nach Europa zurück.

  • 1829: Expedition mit Alexander von Humboldt und Gustav Rose (Mineraloge) nach Asien [10,11]. Die Route führte über Moskau bis an die Grenze der Dsungarei und wieder zurück über Samara und Astrachan [15]; während der Reise wurden 15000km zurückgelegt, dabei 53 Flußübergänge überquert, an 658 Poststationen gestoppt und 12244 Pferde gewechselt [15]. Während der Russlandreise besuchten sie auch das Kaspische Meer [15]

Diese Seite wurde zuletzt am 26. September 2016 um 12:10 Uhr geändert. Der Inhalt ist verfügbar unter der Lizenz © Museum für Naturkunde Berlin, sofern nicht anders angegeben.