Zucht

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Yan Yan; Großer Panda; Ailuropoda melanoleuca (David, 1869);
Dermoplastik; Präparation Detlev Matzke
Foto: Hwa Ja Götz, Musem für Naturkunde Berlin

Vervielfältigung

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Als großangelegtes Artenschutzprogramm zum Erhalt des Großen Pandas investiert China erheblich in die Zucht der von Aussterben bedrohten Tiere. Vier große Zuchtstationen in Wolong, Chengdu, Beijing und ShanXi kümmern sich erfolgreich um Nachkommen der eher reproduktionsfaulen Bambusbären. Und das mit großem Erfolg: Ende 2013 gab es 375 Tiere in den Zuchtstationen. Die heutigen Erfolge basieren aber auf über 60 Jahren Reproduktionsforschung die auch von Misserfolgen geprägt waren. Damit ist ein wichtiges Ziel für den Schutz des Großen Panda erreicht: etwa 300 Tiere werden benötigt um in einem Zuchtprogramm eine ausreichende genetische Vielfalt zu erhalten.

Die Zuchtstationen dienen neben der Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen rund um die Fortpflanzung der in dieser Frage eher eigensinnigen Tiere auch als Pool für Auswilderungen und Kooperationen mit internationalen Partnern. So nämlich versteht die chinesische Regierung die Leihverträge mit Zoologischen Gärten, bei denen immer Paare abgegeben werden. Mittlerweile kommen jährlich etwa 30 Pandajungtiere durch die inzwischen internationalenZuchtprogramme zur Welt.

Insgesamt sind die bisherigen Bemühungen als sehr erfolgreich einzustufen, auch außerhalb Chinas. In insgesamt 14 Zoos wurden bisher 226 Jungtiere zur Welt gebracht, von denen 89 überlebt haben.

Kostüme für den Arterhalt

Kennt man in Deutschland Panda Kostüme und Masken eher als Faschings- oder Werbegag, kommen einem Fotos aus chinesischen Zuchtstationen fast albern vor. Aber: weit gefehlt! Um die in Gefangenschaft geborenen Pandas nicht an den Menschen zu gewöhnen und die Möglichkeit für potentielle Auswilderungen  zu erhalten, verkleiden sich Tierpfleger und andere Kontaktpersonen mit Panda-Anzügen.

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Diese Seite wurde zuletzt am 9. April 2015 um 11:26 Uhr geändert. Die Inhalte sind Veröffentlichungen des Museum für Naturkunde Berlin. Texte und Bilder sind unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zu den Urhebern der Bilder und/oder Medien können durch Anklicken dieser abgerufen werden. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.