Zootier

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Yan Yan; Großer Panda; Ailuropoda melanoleuca (David, 1869); Dermoplastik; Präparation Detlev Matzke
Foto: Hwa Ja Götz, Musem für Naturkunde Berlin

Gesuchte Attraktion

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Bereits kurz nach ihrer Entdeckung durch die westliche Welt stellten sich die schwarz-weißen Pandas als Sympathieträger und Publikumsmagneten heraus. Das erste lebende Tier überhaupt wurde 1937 von der Amerikanerin Ruth Harkness als „bellender Hund“ deklariert durch den Chinesischen Zoll gebracht. Su Lin wurde in den USA an den Brookfield Zoo in Chicago verkauft. Bereits 1939 tourt der erste Bambusbär durch Deutschland. Von Februar bis Mai wird Happy in Berlin, Hannover, München, Leipzig und Köln gezeigt, bevor die Reise nach Amerika weitergeht. Der nächste Gast aus Fernost ist Chi Chi, die 1958 im Ostberliner Tierpark für drei Wochen zu sehen ist. Sie lockt in dieser kurzen Zeit über 400.000 Besucher an.

Schnell erkannte die chinesische Regierung den sowohl wirtschaftlichen, als auch politischen Wert der seltenen Bambusbären. Die Tiere wurden verkauft, getauscht, verschenkt und heute gegen hohe Gebühren verliehen. Außerhalb Chinas ist die Haltung Großer Pandas damit der kostspielige und häufig unerreichbare Traum vieler Zoos. Die Leihgebühr beläuft sich auf eine Million Euro jährlich. Ein Anteil dieser Mittel wird  in China aber auch für die Durchführung von Schutzmaßnahmen eingesetzt.

Insgesamt wurden weltweit bisher lediglich 162 Exemplare der seltenen Bären fern des Reichs der Mitte gehalten. Heute leben noch 56 Exemplare in 19 verschiedenen Zoos außerhalb Chinas.

Letzter Wunsch

Dem Direktor des Berliner Tierparks, Heinrich Dathe, gelang 1958 mit Chi Chi nicht nur ein spektakulärer Coup, er veranlasste nach der Bitte einer 30-jährigen, todkranken Frau auch eine ungewöhnliche Aktion. Die Pandabärin wurde in einer Transportkiste in die Wohnung der Sterbenden gebracht. Dathe erinnert sich später: „Wir ließen Chi Chi in ihrem Krankenzimmer frei. Über das Gesicht der vom Tode Gezeichneten huschte ein glückliches Lächeln und wir legten Ihre Hand auf das Fell des Tieres.“

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Diese Seite wurde zuletzt am 9. April 2015 um 11:25 Uhr geändert. Die Inhalte sind Veröffentlichungen des Museum für Naturkunde Berlin. Texte und Bilder sind unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zu den Urhebern der Bilder und/oder Medien können durch Anklicken dieser abgerufen werden. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.