Sex

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Bao Bao; Großer Panda; Ailuropoda melanoleuca (David, 1869); Skelett, Präparation Ralf Bonke
Foto: Hwa Ja Götz, Musem für Naturkunde Berlin

Panda Leidenschaft

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Wer sich nicht fortpflanzt scheidet aus. Das ist eine der Grundregeln im Spiel ums langfristige Überleben einer Spezies. Der Panda spielt da jedoch nicht mit - ganz zum Leidwesen vieler Zoodirektoren und Wissenschaftler, die seit Jahren versuchen den Arterhalt durch Nachzuchten zu sichern. Ob Panda Porno, Viagra und Liebesschaukel - glaubt man der Berichterstattung, wurden in chinesischen Zoos bereits alle Register gezogen. Und der Panda? Der pfeift drauf. Er bleibt Sexverweigerer. Vielleicht widmet er sich lieber einer anderen Leidenschaft: Dem Fressen. Das wiederum betreibt er ausgiebig mehr als 12 Stunden am Tag. Essen als Ersatzbefriedigung, das kennt man ja auch aus den eigenen Reihen. Aber wollen sie wirklich nicht, die Pandas? Eigentlich kaum vorstellbar, denn in freier Wildbahn nehmen die Einzelgänger eine halbe Weltreise in Kauf, um sich zur Paarungszeit zu treffen. Und das Zeitfenster ist eng, denn Panda Weibchen sind nur einmal im Jahr und für maximal 72 Stunden fruchtbar. Vielleicht ist es auch der Erwartungsdruck, der von uns Zoobesuchern auf ihnen lastet. Denn wenn sie dann doch einmal in Wallung kommen, stehen schnell anatomische Probleme im Weg: Nicht nur bei Bao Bao, sondern bei allen Pandas, ist der Penisknochen extrem kurz, sodass die Tiere beim Liebesakt beharrlich eine Stellung einhalten müssen. Ein Geduldsspiel auf dem Weg zum Höhepunkt des Jahres.

Liebesgrüße

Einen Panda im Bambuswald zu finden ist wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhäufen zu suchen: ziemlich aussichtslos. Damit sich die Einzelgänger zur Paarungszeit trotzdem im Bambusdickicht finden, setzen sie Duftmarkierungen an Sträuchern, Bäumen und Steinen ab. Während der Paarungszeit verständigen sie sich auch verstärkt über Lautäußerungen. Die Weibchen jaulen und fiepen mit hoher Stimme und signalisieren der Männerwelt so ihre Paarungsbereitschaft. Aber auch Pandas sind wählerisch: nur die dominanten Männchen werden als Partner geduldet.

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Diese Seite wurde zuletzt am 9. April 2015 um 10:29 Uhr geändert. Die Inhalte sind Veröffentlichungen des Museum für Naturkunde Berlin. Texte und Bilder sind unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zu den Urhebern der Bilder und/oder Medien können durch Anklicken dieser abgerufen werden. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.