Schutz

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Dermoplastik, ca. 1920; Großer Panda; Ailuropoda melanoleuca (David, 1869); Präparation Richard Lemm; Sammlung Fritz Weiss
Foto: Hwa Ja Götz, Musem für Naturkunde Berlin

Schutz für den Panda!

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1939 stellte die Volksrepublik China ihr Nationaltier erstmals unter gesetzlichen Schutz: Der Jagd auf den Panda war damit offiziell ein Riegel vorgeschoben. Trotzdem nahmen die Wildbestände weiterhin ab. Vor allem weil die Zerstörung ihres Lebensraums zunahm.

In 1979 öffnete die Volksrepublik China zum ersten Mal einer internationalen Naturschutzorganisation ihre Tore: dem WWF.  Zu jener Zeit - kurz nach der Kulturrevolution – eine Sensation. Seither setzt der WWF sich für den Schutz ihres Wappentiers in China ein: Schutzreservate wurden gemeinsam errichtet, Projekte zur Erforschung des Pandas ins Leben gerufen. Artenschutzexperten unterstützen Regierung und lokale Gemeinden bei der Betreuung der 60 Panda-Reservate und schulen Wildhüter vor Ort.

Artenschutzexperten sind sich einig: Der Schutz des Panda-Lebensraumes ist der Schlüssel zum langfristigen Arterhalt. Und da ist das Ziel noch lange nicht erreicht. Ob Ausdehnung der Schutzgebiete, Verbindung der Reservate durch Waldkorridore oder die Aufklärung der lokalen Bevölkerung und Touristen – all dies sind wichtige Bestandteile der Mission zur Rettung des Pandas. Und die verläuft bisher erfolgreich: Schätzungen zu Folge gab es Anfang der 1980er Jahre nur noch einen Bestand von rund 1000 Pandas. Neuere Zählungen verzeichneten über 1600 Tiere. Tendenz steigend.

Panda Souvenirs

Als der deutsche Konsul Max Friedrich Weiss auf einem Markt im Reich der Mitte mehrere Felle des schwarz-weißen Bären erwarb, war die Panda-Jagd in der Volksrepublik China noch Gang und Gäbe. Damals, vor rund hundert Jahren, schickte er die wertvollen Felle nach Berlin und schenkte sie dem Naturkundemuseum für seine Sammlung. Heute wäre das unvorstellbar – der Panda steht auf der Roten Liste der bedrohten Arten und damit unter strengem Schutz.





Diese Seite wurde zuletzt am 20. März 2015 um 11:16 Uhr geändert. Die Inhalte sind Veröffentlichungen des Museum für Naturkunde Berlin. Texte und Bilder sind unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zu den Urhebern der Bilder und/oder Medien können durch Anklicken dieser abgerufen werden. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.