Friedenssymbol

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Dermoplastik, ca. 1920; Großer Panda; Ailuropoda melanoleuca (David, 1869); Präparation Richard Lemm; Sammlung Fritz Weiss
Foto: Hwa Ja Götz, Musem für Naturkunde Berlin

Friedensstifter

Klein Friedenssymbol.jpg

Weil er sich von Bambus ernährt und keine anderen Tiere verletzt, steht der Große Panda seit hunderten von Jahren für Frieden und Freundschaft. Bereits vor 1700 Jahren wurden Panda-Abbildungen auf Flaggen eingesetzt, um Kämpfe zu beenden oder eine Waffenruhe zu vereinbaren. Bis heute gelten die Tiere als ein Symbol des Friedens – einer der Gründe, warum Pandas auch in unserer Zeit als politische Botschafter verstanden werden. Als etwa 2006 Bilder des stellvertretenden amerikanischen Außenministers mit einem Panda-Jungtier auf dem Arm durch die Presse gehen, wird dies in China als ein Zeichen für die Bereitschaft der USA gewertet, sich China weiter anzunähern.

Dieses Image mussten sich die Bären aber erst erarbeiten. Als Eisenfresser bezeichnet symbolisierten sie in früheren Zeiten  Stärke und Macht, und ihre Felle waren als Gabe für Herrscher bestimmt. In 4000 Jahre alten Überlieferungen wird sogar berichtet, dass neben Tigern, Leoparden und Bären auch Große Pandas als Kriegstiere in einer Schlacht eingesetzt wurden. Heute kaum vorstellbar.

Obwohl Pandas im Reich der Mitte seit Jahrtausenden auch kulturell eine wichtige Rolle spielen, sind Abbildungen der Tiere erst seit dem 20. Jahrhundert bekannt. Als die ersten Felle in Berlin ankamen und verarbeitet wurden, fehlte so wichtiges Anschauungsmaterial. Der berühmte Dermoplastiker Richard Lemm präparierte um 1914 deshalb zwei Tiere nach dem Vorbild eines Braunbären.

Wilder Bär

Ganz so friedfertig wie es aussieht, sind Pandabären aber nicht. Das bekam Anfang der 80er Jahre ein Tierfotograf schmerzhaft zu spüren. Im Pandagehege des Berliner Zoos ignorierte er die Anweisungen der Tierpfleger - welche das Verhalten von Bao Bao deutlich als Warnungen erkannten - und kam dem Tier zu nahe. Der Bär verletzte den Fotografen schwer und biss ihm einen Finger ab. Der Finger wurde wenig später im Gehege gefunden, zur Kühlung auf ein tiefgefrorenes Hähnchen gelegt und dem Verletzten nachgeschickt - gerettet werden konnte er aber nicht mehr.





Diese Seite wurde zuletzt am 23. März 2015 um 14:18 Uhr geändert. Die Inhalte sind Veröffentlichungen des Museum für Naturkunde Berlin. Texte und Bilder sind unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zu den Urhebern der Bilder und/oder Medien können durch Anklicken dieser abgerufen werden. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.