Anatomie

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Foto: Hwa Ja Götz, Musem für Naturkunde Berlin

Dickschädel

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Im Vergleich mit Grizzly, Eisbär und Co können Bambusbären zwar nicht mit Ihrer Körpergröße punkten, ihr Schädel fällt aber deutlich massiver aus. Der Grund dafür liegt in ihrer Speisekarte. Pandas benötigen vergleichsweise kräftigere Kaumuskeln um die pflanzliche Nahrung zu zermahlen. Dazu bilden die verlängerten Jochbeinbögen seitlich des Kopfes die Ansatzflächen für breite Muskelstränge. Auch die hinteren und vorderen Backenzähne sind an die spezielle Bambuskost angepasst und größer und breiter als die der meisten Bären. Allerdings sind die Veränderungen des eigentlichen Fleischfressergebisses nicht so stark ausgeprägt, dass es mit dem eines echten Pflanzenfressers zu verwechseln wäre.

Ausgewachsen erreichen Große Pandas eine Länge von rund 150 Zentimeter und eine Schulterhöhe von 75 Zentimeter, die Bärinnen sind bis zu 20 Prozent kleiner, was sich deutlich am Skelett erkennen lässt. Im Vergleich zu Bao Bao fällt der Schädel von Yan Yan deutlich schmächtiger aus.

Der Panda ist zwar kein Kostverächter, aber ein schlechter Futterverwerter: Im Gegensatz zu höher spezialisierten Pflanzenfressern hat der Panda immer noch den relativ kurzen Verdauungstrakt eines Raubtiers der nur leichte Anpassungen aufweist, wie eine verhornte Speiseröhre, einen dickwandigeren Magen und die etwas vergrößerte Oberfläche des Dickdarms. Das bleibt nicht ohne Folgen: Nur bis zu 13 Prozent der aufgenommenen Nahrung können sie überhaupt in Energie umwandeln. Aber die Masse macht‘s: konsequent verspeisen Pandas täglich rund 30 Kilogramm Bambus und erreichen damit im ausgewachsenen Zustand ein stattliches Gewicht von bis zu 160 Kilogramm.

Warum ist der Panda schwarz-weiss?

Bis heute tappen Wissenschaftler im Dunkeln: Die Gründe für die auffällige Färbung sind bisher nicht bekannt. Möglicherweise dient sie den Einzelgängern dazu für paarungsbereite Artgenossen besser erkennbar zu sein. Diskutiert werden aber Vorteile bei der Thermoregulation oder Tarnung von Jungtieren. Diese warten oft lange Zeit in Baumkronen auf ihre Mütter, wo sie vor einem bewölkten Hintergrund nur schwer erkennbar sind.

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Diese Seite wurde zuletzt am 17. April 2015 um 12:09 Uhr geändert. Die Inhalte sind Veröffentlichungen des Museum für Naturkunde Berlin. Texte und Bilder sind unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zu den Urhebern der Bilder und/oder Medien können durch Anklicken dieser abgerufen werden. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.