Bao Bao

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bao Bao; Großer Panda; Ailuropoda melanoleuca (David, 1869); Dermoplastik; Präparation Detlev Matzke
Foto: Hwa Ja Götz, Musem für Naturkunde Berlin

Zoo-Legende

Klein Bao Bao.jpg

Übersetzt heißt sein Name so viel wie „Schätzchen“. Er kam am 5. November 1980 als Staatsgeschenk an Bundeskanzler Helmut Schmidt in Berlin an. Die Rede ist von Bao Bao, dem letzten Großen Panda aus dem Berliner Zoo. Aber er kam damals nicht allein: Das Weibchen Tien Tien begleitete ihn in die Bundesrepublik. Beides waren Wildfänge, lebten aber bereits einige Zeit in Gefangenschaft. Bao-Bao galt als freundlich und gelehrig. In China hatte man ihm das Schlagen von Purzelbäumen beigebracht und so war er bereits dort ein Publikumsliebling. Auch in Berlin übernahm er diese Rolle und steigerte die Einnahmen des Zoos gewaltig – um 30%.

Leider musste das Pandapaar mit Erreichen der Geschlechtsreife voneinander getrennt werden, da sich Bao Bao und Tien Tien nicht miteinander vertrugen. Da die Nachzucht eine wichtige Aufgabe in der Zootierhaltung ist, ließ man nichts unversucht, Bao Bao zur Vaterschaft zu bringen. So weilte er von 1991-1993 im Londoner Zoo um mit Ming Ming  Nachwuchs zu zeugen. Aber auch diese Bemühungen waren nicht von Erfolg gekrönt.

Als Bao-Bao am 22. August 2012 im Berliner Zoo starb, galt er mit 34 Jahren als der Methusalem unter den in Zoos lebenden großen Pandas. Trotz seines langen Lebens und vieler Versuche blieb er kinderlos. Bisher! Denn sein Sperma wird tiefgefroren aufbewahrt und steht für künstliche Befruchtungen in der Zukunft noch zur Verfügung.

TV-Star

Nicht nur als kampfkunsterfahrene Helden in Zeichentrickfilmen sorgen Große Pandas für Furore. Die sehr erfolgreiche Tier-Dokumentarserie „Panda, Gorilla & Co“ lebte von dem Namensgeber. Bao Bao war der unangefochtene Star der Serie und Garant für ausreichende Einschaltquoten – bis er für kurze Zeit von einem kleinen weißen Vetter verdrängt wurde: Knut. Nachdem dieser der knuddelingen Kinderstube entwachsen war, stiegen die Sympathiepunkte für Bao Bao aber wieder.

,





Diese Seite wurde zuletzt am 9. April 2015 um 11:27 Uhr geändert. Die Inhalte sind Veröffentlichungen des Museum für Naturkunde Berlin. Texte und Bilder sind unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zu den Urhebern der Bilder und/oder Medien können durch Anklicken dieser abgerufen werden. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.